Gedichte und Texte für jeden Anlass...
Vom goldenen Sternchen
Nachdem das Sandmännchen seine Arbeit auf Erden erledigt hatte, machte es sich zu seinem kleinen Freund, einem Engel, auf den Weg. Der kleine Engel, der jeden Abend die Sterne am Himmel zählen musste, hatte seinen Trödeltag. Er zählte einige, dann blies er zwischendurch ein Wölkchen auf, fing wieder an zu zählen, kraulte einem Mondkälbchen das Fell, und als er endlich zu Ende gezählte hatte, blieb ihm ein winziger Stern übrig. „Ach was!“ rief er und warf das Sternchen einfach durch die Luft. Das fiel durch die Wolkendecke und fiel ausgerechnet durch den Kamin in die Schlossküche.
Dort stand der Koch und war ganz verzweifelt, weil die Prinzessin heute ihren Geburtstag hatte und er nicht wusste, womit er die Geburtstagstorte schmücken sollte. Er hatte schon die Kerzen daraufgesteckt und den Rand mit Marzipanrosen verziert, aber in der Mitte fehlte noch etwas! Da machte es plötzlich „kling“ und vor ihm auf dem Schlossküchentisch lag ein goldenes Sternchen. „Bei meinem dicken Bauch, du kommst ja wie gerufen!“ freute er sich und legte das goldene, glitzernde Sternchen auf die Geburtstagstorte.
Die Prinzessin war entzückt, lobte ihren Koch und knabberte an den rosa Marzipanrosen. Als sie aber in das goldene Sternchen beißen wollte, hätte sie sich beinahe ihren letzten Milchzahn ausgebissen. „Oh“, sagte sie, „das ist ja ein ganz, ganz richtiger Stern!“ Und sie hängt ihn an ihre goldene Halskette.
Hoffentlich hat Petrus sein goldenes Sternchen noch nicht vermisst!
 
Sie müssen angemeldet sein, um bewerten zu können.
JETZT anmelden
Es wurde noch nicht abgestimmt!

Schlagwörter

Nachdem Sandmaennchen Arbeit
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.
JETZT anmelden
Kommentare:
#{username} schrieb am #{date} um #{time}
 
#{text}
Bisher keine Kommentare vorhanden